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Entscheidungsfindung im Management

10. November 2017

Der Prozess der Entscheidungsfindung ist nach wie vor eine der größten Herausforderungen für Manager. Große Datenmengen, Digitalisierungs-Bestrebungen und die latente Unsicherheit der globalen Wirtschaft machen die Allokation knapper Ressourcen auch nicht einfacher. Abhilfe verschaffen moderne Potentialwertanalyse-Methoden zur Unterstützung der qualitativen Entscheidungsfindung.

Jedes Jahr aufs Neue steht im Spätherbst die Budgetierung für das nächste Geschäftsjahr an. Obwohl diese Situation nicht überraschend über das Management hereinbricht, sorgt sie doch immer wieder für Probleme. Gerade im Umfeld der Digitalisierung und einer sich immer schneller drehenden globalen Wirtschaft, wachsen die Herausforderungen für Manager von Jahr zu Jahr. Immer größere Datenmengen gilt es auszuwerten, um daraus die notwendigen Informationen zu extrahieren, zu kategorisieren und letztlich für die Entscheidungsfindung zu verwenden. Auch das ist aber nur die halbe Miete, schließlich müssen die eigenen Entscheidungen auch noch vor dem Controlling und dem  Vorstand gerechtfertigt werden, was nur in den seltensten Fällen auf Anhieb gelingt. Wie aber sieht der Ausweg aus dieser verfahrenen Situation aus?

Herausforderungen

  • Ungewissheit 80%
  • Subjektivität 30%
  • Opportunismus 20%
  • Zeitdruck 65%
  • Risiko 40%

Projekt- und Budgetentscheidungen

Projekt- und Budgetentscheidungen gibt es nicht erst, seitdem die klassische Betriebswirtschaft diese als solche definiert hat, sondern schon immer. Auch wurden Managemententscheidungen schon immer unter der Prämisse des Risikos bzw. unsicherer Umstände getroffen. Insofern hat sich an der Grundlage der Entscheidungsprozesse zur Verteilung der beschränkten Ressourcen im Rahmen der Budgetierung für das jeweils nächste Geschäftsjahr auch nichts geändert. Was sich aber geändert hat ist die Komplexität der Entscheidungsprozesse. Und das liegt an der Verfügbarkeit des Rohstoffs Information, der aus exponentiell wachsenden Datenmengen gewonnen werden muss. Paradoxerweise verknappt sich dieser Rohstoff trotz immenser Datenmengen zunehmend, was Entscheidungsprozesse hemmt und unter dem Strich zu einer suboptimalen Budgetplanung führt, die Marktentwicklungen verfehlt.

Datenverfügbarkeit und Komplexität

Die Verfügbarkeit quantitativer Daten führt dabei keinesfalls automatisch zu besseren Entscheidungen des Managements, denn immer komplexer werden Geschäftsmodelle und kürzere Innovations- und Produktlebenszyklen überfordern die kognitive Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns. In der Forschung spricht man gar davon, dass die bessere Datenlage nicht zu besseren Entscheidungen führt, sondern schlicht in Überforderung gipfelt. Im Ergebnis hemmt die Vielzahl der Entscheidungsoptionen die Fähigkeit optimale Projekt- und Budgetierungsentscheidungen zu treffen. Eindrucksvoll belegt wird dieser Effekt durch eine Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Demnach klagen bereits 21 Prozent der Führungskräfte über quantitative Überforderung, während lediglich 5 Prozent angeben, sich qualitativ überfordert zu fühlen. Ergänzend kommt der Personaldienstleister Hays zu dem Ergebnis, dass die steigende Komplexität der Entscheidungsprozesse bereits jetzt die größte Herausforderung für das Management sei. Gerade vor dem Hintergrund knapper Ressourcen führt dies nicht selten zu einer Fehlallokation des Budgets hinsichtlich der Personalplanung in spezifischen Abteilungen oder zur Lancierung unrentabler Projekte.

Kontrolldefizite und fehlerhafte Projektsteuerung

Aber selbst erfolgreiche Budgetierungsrunden haben mit den Folgen der Entscheidungsbasis zu kämpfen. Auch das liegt einerseits wieder an der Masse der Daten, andererseits jedoch an der Marktdynamik der global-digitalen Ökonomie. Und so bestehen oft Defizite bei der Überwachung aktiver Projekte. Mittlerweile ist es nämlich eher die Regel als die Ausnahme, dass sich Entscheidungsgrundlagen auch während des Geschäftsjahres mitunter dramatisch ändern können. Wer an dieser Stelle die Überwachung der Zielerfüllung vernachlässigt, kann weder den Grad der Zielerfüllung messen, noch adjustierend eingreifen, um einen negativen Ausgang zu vermeiden. Schwierig macht dies vor allem die notwendige Neubewertung der bereits für die ursprüngliche Entscheidungsfindung herangezogenen Daten.

Mehr Struktur, weniger Bauchgefühl

Um im stetig zunehmenden globalen Wettbewerb bestehen zu können, sind Unternehmen nach wie vor auf Entscheidungen angewiesen, mit deren Hilfe knappe Ressourcen im Rahmen der Budgetierung optimal priorisiert werden können. Da Budgetierungsentscheidungen mit großer Verantwortung verbunden sind, darf die Intuition gerade im Angesicht des immer komplexeren Entscheidungsumfelds nicht die dominierende Entscheidungskomponente sein. Viel wichtiger ist die strukturierte Informationsaufbereitung mit Hilfe spezialisierter Analyse-Tools anhand erprobter Bewertungsansätze.

Auf diese Weise leisten automatisierte Potentialwertanalyse-Methoden einen wertvollen Beitrag zur Beseitigung des Datendschungels. Somit werden Entscheider von kognitiv überfordernden, quantitativen Entscheidungsaufgaben befreit, sodass sie sich wieder auf qualitative Entscheidungsaufgaben fokussieren können. Durch die Kombination der individuellen Stärken von Mensch und Maschine steigt unter dem Strich die Entscheidungsqualität in Unternehmen und damit auch der nachhaltige Unternehmenserfolg.

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